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VAGINAL-ZÄPFCHEN

Mit Bio-Kakaobutter selbst herstellen


Kakaobutter

Die Grundlage für die Zäpfchen bildet Bio-Kakaobutter.

Sie sorgt zum einen dafür, dass unsere Zäpfchen Konsistenz bekommen, also hart werden -  und zum anderen ist der Schmelzpunkt (ca. 35° C) bei Kakaobutter so, dass die daraus hergestellten Suppositorien bei Hautkontakt schmelzen. Also genau richtig für unser Rezept.

Die Kakaobutter dient hier aber nicht nur als Konsistenzgeber, - sie pflegt und beruhigt auch die gereizte Haut bzw. Schleimhaut.

In die geschmolzene Kakaobutter können, wie wir weiter unten lesen werden, ätherische Öle und Tinkturen mit eingearbeitet werden. Die fertige Masse wird dann in entsprechende Zäpfchenformen (hier gibt es 1-g-Zäpfchenformen und 2-g Zäpfchenformen, optional auch die passende Halterung zum Abfüllen sowie ein Abdeckband zur besseren Lagerung) abgefüllt. Hier können die Zäpfchen aushärten und schließlich bis zu ihrer Verwendung gelagert werden.

Tinkturen und ätherische Öle


Eine wundervolle und sinnvolle Ergänzung bieten uns hier Tinkturen und ätherische Öle. Sie werden in die geschmolzene Kakaobutter mit eingearbeitet.

Tinkturen, also alkoholisch-wässrige Auszüge aus Kräutern und Wurzeln, können entweder selbst angesetzt oder fertig gekauft werden. 

  • Geeignete Tinkturen können sein: Frauenmantel, Blutwurz, Kamille, Ringelblume, Gänseblümchen, weiße Taubnessel, Schafgarbe (...). Auch der "Frauengeist" vom Kräuterzentrum wäre hier eine feine Option. Hier muss man sich hinsichtlich seiner Beschwerden im Vorhinein schlau machen und die jeweils richtige Tinktur für die Zäpfchen auswählen.
     
  • Mengenangabe: 20 Tropfen auf 20g Kakaobutter

 



Ätherische Öle sind fettlöslich und können daher problemlos mit eingearbeitet werden. Wichtig ist jedoch, unbedingt auf die entsprechende Dosierung, auf die Auswahl der richtigen Öle und auf die jeweilige Konstitution zu achten. Gerade im Bereich der Schleimhaut ist man sehr empfindlich. Hier gilt eindeutig: "Weniger ist mehr." 

  • Mengenangabe: 10 Tropfen auf 20g Kakaobutter.

Eine Auswahl an geeigneten ätherischen Ölen bei Frauenbeschwerden findest du im nächsten Abschnitt.

Ätherische Öle bei Frauenthemen:
gut verträglich - starke Wirkung!

 

  • Lavendel fein (Lavandula angustifolia):
    allgemein harmonisierend, regulierend und ausgleichend, passt in jede Mischung
     
  • Majoran (Origanum majorana L.):
    beruhigend, angstlösend, desinfizierend, harmonisierend, ausgleichend, entkrampfend, pilzfeindlich, Juckreiz
     
  • Muskatellersalbei (Salvia sclarea):
    Vaginalpilz, entkrampfend, bei ausbleibender oder sehr unregelmäßiger Regelblutung
     
  • Rose (Rosa damascena):
    Die Liebe fällt uns zu diesem Öl als erstes ein. Die Liebe zu uns selbst, unserer Weiblichkeit und vor allem der betörende Duft lässt niemanden kalt. Die Vielzahl ihrer Wirkstoffe würde hier den Rahmen sprengen. Entzündungshemmend, auch Nervenentzündungen, Herpes Viren, Vaginalpilz, Geburtsvorbereitung, stresslösend, angstlösend, entspannt und hilft beim sich öffnen und fallen lassen.
     
  • Rosengeranie (Pelargonium graveolens):
    harmonisierend, sehr hautpflegend
     
  • Thymian ct Linalool (Thymus vulgaris ct Linalool):
    stark bei Vaginalpilzen, zugleich sanft zur Schleimhaut. Achtung: beim Kauf bitte auf den Chemotyp Linalool achten
     
  • Ylang Ylang (Cananga odorata): sehr sinnlich und entspannend, entspannt das Becken, aphrodisierend
     
  • Palmarosa (Cymbopogon Martinii): 
    stark pilzfeindlich, Vaginalpilze (auch in der Schwangerschaft), besonders gut haut- und schleimhautverträglich, allgemeine Hautpflege, bei trockener, gereizter Haut, antibakteriell, antiviral ...
     

Die ätherischen Öle und Tinkturen können also für verschiedene Beschwerden eingesetzt werden. Je nach Thema, zB. Vaginalpilz, krampfartige Beschwerden, Schleimhaut-Pflege (...), sucht man die richtige Mischung für sich heraus.

Zur Pflege im Wochenbett wird im Übrigen auch Arnikaöl empfohlen. Genauso das zarte Stiefmütterchen ist hier ein Mittel der Wahl (zB. Stiefmütterchen Creme vom Maienfelser) und kann auch in der Kleinkindpflege verwendet werden.

Sitzbäder mit der weißen Taubnessel oder Stiefmütterchenkraut können die Wirkung verschiedener Frauen-Beschwerden ebenfalls unterstützen.

Sanddornfruchtfleischöl


Als optionale Zugabe haben wir im Rezept auch Sanddornfruchtfleischöl mit dabei. Durch die enthaltenen Carotinoide hat es eine wunderschöne orange-rotgelbe Farbe. Es ist stark zellregenerierend, wundheilend, schmerzlindernd, antioxidativentzündungshemmend und eignet sich sehr gut zum Einsatz auf Haut und Schleimhäute.

Verwendet wird es stets nur tropfenweise, da es wirklich sehr stark färbt. Dies gilt vor allem auch dann, wenn man es in DIY-Cremen einsetzt. Einerseits möchte man die Farbe des Öls nicht auf der Kleidung und andererseits kann es bei zu hoher Dosierung aufgrund des großen Anteils an Fruchtsäuren zu unruhiger, leicht unreiner Haut kommen.

Sanddornfruchtfleischöl schmeckt übrigens sehr gut, ist äußerst gesund und kann bereits im Frühling, zur Vorbereitung der Haut auf die Sonne, innerlich eingenommen werden.

1 TL für Erwachsene bzw. 1/2 TL für Kinder über einen Zeitraum von 4 bis maximal 12 Wochen reichen aus. Die Haut wird dadurch gestärkt und auch die Neigung zu einer eventuellen Sonnenallergie kann minimiert werden.

Abschließend noch ein Buchtipp:
"Das Lexikon der Frauenkräuter" von Margret Madejsky

Weiterführende Literatur:
Ausführliche Dokumentation und Erfahrungen von Fr. Dorothea Hamm. Sehr interessante Seite mit Erklärungen zu einzelnen Therapieformen und Keimen.
 


Hier geht es zum vollständigen Rezept. Zum Download mit der rechten Maustaste draufklicken und abspeichern.

Alles Gute beim Ausprobieren!