Produktsuche:

Immer aktuell informiert über Angebote, aktuelle Seminare und neue Rezepte - melde dich einfach zum Newsletter an :-)

KRÄUTER und GEIST

INHABERIN Sandra Vielmetti

 

Unser Fachgeschäft in:
Hauptstraße 8

A-4722 Peuerbach

 

ÖFFNUNGSZEITEN:

MO + DI + DO:

08:30 bis 12:00 Uhr sowie

14:30 bis 18:00 Uhr

FREITAG

09 bis 18 Uhr durchgehend

* neu * SAMSTAG 08-12 Uhr

 

Mittwoch geschlossen!

 

TEL: +43 (0) 7276 | 20104

Fragen zu Webshop, Verfügbarkeiten und Lieferzeiten bitte an:

shop@kraeuterundgeist.at

 

Fragen zu Produkten

und Konditionen bitte an:
sandra@kraeuterundgeist.at


WEB: www.kraeuterundgeist.at

Willkommen

                       ... in der KRÄUTER und GEIST Rührküche ...

Kürzlich hatten wir ein Foto-Shooting für die Zeitschrift Naturlust.

Naturlust - Artikel Seite 1+2
Kräuter-Rezepte_naluprem_230617-1.jpg
JPG Bild 733.1 KB
Naturlust - Artikel Seite 3+4
Kräuter-Rezepte_naluprem_230617-2.jpg
JPG Bild 986.9 KB
Naturlust - Artikel Seite 5+6
Kräuter-Rezepte_naluprem_230617-3.jpg
JPG Bild 983.7 KB

Warum Naturkosmetik?


Wir sind täglich vielen tlw. extremen Umwelteinflüssen ausgesetzt.

Staub, Sonne, giftige Abgase, Industrieseifen ... beanspruchen unsere Haut sehr!

Die Kosmetikindustrie greift für gute Umsätze und Vorspiegelungen falscher Tatsachen in der Werbung gerne in den Giftschrank und schreckt auch vor Tierversuchen nicht zurück, was moralisch mehr als bedenklich ist!

 

Selbst die Naturkosmetik-Produkte im Handel (die immer noch besser sind als „Mode-Kosmetik") müssen eine gewisse Haltbarkeit (meist 2 Jahre) gewährleisten können, damit diese Produkte überhaupt im Regal landen dürfen.

 

Nur wenn wir uns selbst unsere Kosmetik herstellen, kennen wir unsere Inhaltsstoffe und können diese auch selbst bestimmen. In der Regel kommt man mit sehr wenig Konservierung aus, wenn man immer nur für den aktuellen Verbrauch, Produkte herstellt. (evt. den Rest im Kühlschrank aufbewahren, das begünstigt die Haltbarkeit immer)

Um Bio-Kosmetik selbst herzustellen, muss man NICHT viel Geld in die Hand nehmen, da man die Grundlagen dafür schon in den hochwertigen Pflanzenölen und Mazeraten, etwas Bienenwachs und Garten- oder Wildkräutern findet.

 

Für eine gesunde Haut ist aber nicht nur eine naturnahe Kosmetik verantwortlich. Gesunde

Ernährung, ausreichend Schlaf, genügend Flüssigkeitund eine gesunde Lebenseinstellungleisten hier auch einen entscheidenden Beitrag. Wer sich ständig sorgt und streitet und sich von einem Termin zum anderen stresst, braucht meist auch nicht lange darauf warten,

bis die Haut dazu ihre Reaktionen zeigt.

 

Wie Pflanzen auf die Haut wirken

Pflanzen verfügen in ihren Blüten, Blättern, Wurzeln und Früchten über viele verschiedene Inhaltsstoffe, die optimal mit unseren körperlichen Prozessen harmonieren und dort ganz gezielt eingreifen.

Naturkosmetik mit frischen Kräutern ist eine besondere Wohltat, weil sie Fehlleistungen des Organismus ausgleichen, oder aber Abwehrprozesse in Gang bringen und somit unser Immunsystem zur Selbstregulation anregen!

 

Gerbstoffe in den Wildkräutern haben eine besonders wertvolle Funktion in der Hautpflege. Sie wirken antibakteriell, entzündungshemmend und adstringierend (= zusammenziehend).

Dies hilft bei Geschwüren, Verbrennungen und Entzündungen und wird auch in der Mundhygiene gerne genutzt. Bei Halsentzündungen ist es sinnvoll mit gerbstoffhaltigen Kräutern zu gurgeln. Auch bei Hautpilzen und anderen Hautproblemen können Gerbstoffe hilfreich eingesetzt werden. (z.B. Bäder) Bei feinem oder fettigem Haarleisten gerbstoffreiche Pflanzen auch ihren wertvollen Beitrag. Sie glätten die Schuppenschicht, stärken das Haar von innen heraus und verhindern zu schnelles Nachfetten.

 

Gerbstoffe sind häufig in Wurzeln und Rinden, aber auch

in Blättern anzutreffen. Typische Kräuter: Eichenrinde,

Brombeerblätter, Frauenmantel, Hamamelisblätter;

 

Ätherische Öle in der Naturkosmetik

Ätherische Öle und hohe Temperaturen vertragen sich nicht.

Darum werden sie immer erst in der Wirkstoff-Phase– also in Phase 3, wenn die Creme bereits die fertige Konsistenz hat und nicht mehr erwärmt werden muss bzw. bereits erkaltet ist, eingerührt.

 

Sie unterstützen die fertige Creme durch ihren Duft aber auch durch ihre Wirkstoffe und können dabei eine ganze Reihe von Wirkungsweisen haben: z.B. entzündungshemmend, antibakteriell, beruhigend, anregend, ausgleichend, desodorierend, ausgleichend, betäubend, immunstärkend, antiviral, antiseptisch, antimykotisch, kühlend, durchblutungsfördernd, belebend u.v.m

 

Ätherische Öle in Wildpflanzen nennt man „sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe", da sie auch in der Pflanze die gleiche Wirkung erzielen. Sie locken genau die Insekten an, die sie zur Vermehrung bzw. Verteilung des Blütenstaubs brauchen und schützen sich auch mit ätherischen Ölen vor Fraßfeinden oder auch vor der Sonne (z.B. Eucalyptus).

 

 

Was ist der Unterschied zwischen Balsam, Creme und Lotion?

Der Balsam besteht meist aus nur 1 Phase = Öl (oder Mazerat) + Wachs

Die Haptik ist eher ölig und diese Rezepturen werden oft als Brustbalsam oder Wundbalsam verwendet (z.B. Lippenbalsam, Ringelblumenbalsam oder meine „Umteifö-Zaubersalbe" J)

Wachs und Öl werden in 1 Behälter erwärmt, bis das Bienenwachs geschmolzen ist (bei ca. 65°C). Der Balsam kann heiß in Tiegel abgefüllt werden.

 

Bei Creme und Lotion (oder Fluid) wird die 3-Phasen-Technik angewandt.

Also Öl + Wasser + Wirkstoff.

Der Unterschied ist nur, dass die Lotion einen höheren Wasseranteil besitzt als die Creme und somit sehr feuchtigkeitsspendend wirkt und gerne auch als Bodylotion angewandt wird. Hier ist nur darauf zu achten, dass ein Emulgator verwendet wird, der auch viel Wasser aufnehmen kann. (leider müssen Cremen mit mehr Wassergehalt, erfahrungsgemäß auch höher konserviert werden :-((

 

Die klassische Creme ist reichhaltiger und eignet sich perfekt für die Gesichtspflege. Welche Pflanzenöle oder Wasserphase (Quellwasser, Tee oder Hydrolate) du verwenden möchtest, obliegt alleine der Kreativität des Herstellers

 

Tipps zur Herstellung von Naturkosmetik!

Fettphase bzw. Ölphase.

Verwende Öle, die man erhitzen kann oder füge diese erst nach dem Schmelzen des Wachses dazu. (= Naturkosmetik-Kurs oder Pflanzenöle-Kurs)

 

Bienenwachs schmilzt bei ca. 65°C, Carnaubawachs aber z.B. erst bei 80°C.

Mit Carnaubawachs habe ich einige Versuche mit Lippenpflegestifte gemacht. Im Sommer ist es nicht übel, wenn diese etwas mehr Wärme vertragen, wenn sie z.B. versehentlich im Auto liegenbleiben, läuft ein Stift mit Bienenwachs schnell aus, da eine Temperatur von 65°C bei Sonneneinstrahlung schnell erreicht wird.

 

Die Reinigung der Glasbehälter stellte sich aber als sehr mühsam heraus.

Wäscht der Geschirrspüler selten mit 80°C ab, das heißt „Reinigung von Hand bzw. Auskochen der Gerätschaften

 

Möchte ich meine Öle nicht so hoch erhitzen, das aber fast unumgänglich ist, weil das Wachs sofort erstarrt, sobald man das kühlere Öl dazu leert.

So macht jeder „Selber-Rührer" so seine Erfahrungen mit verschiedenen Zutaten und Zusatz-Stoffen.

 

Wenn du KAKAOBUTTER oder SHEABUTTER in der Ölphase verwendest, die ja einen wesentlich niedrigeren Schmelzpunkt (26-30°C) haben, ist es ausreichend diese Buttern erst in das geschmolzene Wachs einzurühren. Das schmilzt ohne weitere Hitzeeinwirkung ganz leicht. Wenn die Kakaobutter nämlich zu heiß oder zu lange erhitzt wird, kann es sein, dass sie nachher nicht mehr ordentlich fest wird (was z.B. bei Badepralinen sehr unangenehm ist, da diese dann zerbröseln und das „Auge ist ja bekanntlich mit" ;-)

zu heiße Sheabutter in Balsamen wird leicht krümelig und verliert ihre cremige Konsistenz!

 

Wasserphase:

Wie schon oben erwähnt, ist hier die Kreativität des Rührers gefragt. Ich verwende gerne Kräuter-Tees, wo ich die Kräuter je nach dem benötigten Beschwerdebild aussuche.

Pflanzenwässer aus Duft-Blüten(von Rosen, Lavendel, Holunder, Kamillen...) sind auch eine ganz große Kostbarkeit.

 

Auch Hydrolate sind für die Wasserphase ausgezeichnet geeignet und eine wunderbare Bereicherung. Diese verdünne ich aber gerne mit abgekochtem Wasser (oder Quellwasser), da sonst der Duft zu stark vorschlagen kann und somit die Beduftung durch die ätherischen Öle einschränkt.(Buchtipp: Hydrolate von Ingrid Kleindienst-John)

 

Wirkstoffphase:

Die Wirkstoffe sind ebenfalls variabel. Anbei ein paar Vorschläge:

(=bei meinen Seminaren in Naturkosmetik-Kurs oder Pflanzenöle-Kurs)

 

weiters können hier eingesetzt werden: Pflanzenextrakte, Propolis, Bachblüten, Blüten-Essenzen, Urtinkturen (Pflanzenauszüge in Alkohol – wirken auch konservierend, ein paar Tropfen Alkohol in der Creme verbessert das Einziehverhalten)

 

Vitamin-D-Panthenol: Als ein Bestandteil der menschlichen Haut fördert D-Panthenol die Erneuerung der Oberhaut. Bewahrt die Feuchtigkeit, indem es tief in die Hautschichten eindringt, dort Wasser anzieht und bindet. Die Regeneration angegriffener und der Aufbau neuer Hautzellen wird so unterstützt. Glätte und Geschmeidigkeit der Haut bleiben so erhalten. Es dient der Pflege spröder Haut, lindert Hautreizungen und Rötungen und unterstützt die Wundheilung. Unentbehrlich in Cremen, Kinder/Babypflegeprodukten, Körperlotionen, Duschgel.

 

Als hautberuhigender Bestandteil von After-Sun-Produkten mildert es den Sonnenbrand und spendet Feuchtigkeit. In der Haarpflege bewirkt D-Panthenol eine langandauernde Feuchtigkeitskontrolle. Panthenol schützt das Haar vor zu starkem Austrocknen, besonders beim Föhnen, Kämmen oder bei Dauerwellen. Einsatzmenge: 0,5 - 10 %

 

Vitamin-E-Acetat: Radikalfänger, hautpflegender Vitamin-Zusatzstoff für Sonnenschutz und After-Sun Produkte, Dosierg: 1/2ML auf 50g Creme

 

Hyaluronsäure: Hyaluronsäure wird vor allem als Rohstoff bei Falten und extrem trockener Haut eingesetzt. Es macht die Haut glatt und weich, da er sich an die Hornschicht koppelt und dort Feuchtigkeit speichert. Hyaluronsäure. Durch ihre Fähigkeit, hohe Feuchtigkeitsmengen anzuziehen und zu fixieren, gilt sie als einer der besten Intensivbefeuchter, der die Haut selbst bei geringer Luftfeuchtigkeit vor dem Austrocknen schützt.

 

Das Pulver mit warmen Wasser anrühren (dispergieren) und gut verrühren, einige Minuten quellen lassen und dann als Wirkstoff hinzugeben. Sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden!

 

Urea / Harnstoff: bei trockener, schuppiger, unreiner Haut – Hornhaut, juckreizstillend, speichert Feuchtigkeit, wirksam bei Schuppenflechte und in Fußcremen

 

Rokonsal: ist ein zähflüssiger, leicht nach Mandeln riechender Konservierer aus verschiedenen naturidentischen, in Glycerin gelösten konservierenden Einzel-Substanzen, die alle BDIH-konform sind und als gut hautverträglich gelten.

 

Hast du wirklich alles bis zum Schluß durchgelesen - wow - so, nun aber ran an die Töpfe - Achtung: Naturkosmetik hat "Sucht-Potential" und ist sogar "ansteckend" :-)

 

Viel Freude und Spaß am Rühren!

alles liebe Sandra Vielmetti