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KRÄUTER und GEIST

INHABERIN Sandra Vielmetti

 

Unser Fachgeschäft in:
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ÖLAUSZÜGE selbst herstellen

Ölauszüge nennt man in der Fachsprache MAZERATE.

 

Du kannst wählen, ob du deine Kräuter, Blüten, Wurzeln oder auch Harze einzeln oder zusammen ausziehen möchtest.

 

REINE MAZERATE von Einzelpflanzen - z.B. Ringelblumenöl oder Johanniskrautöl (auch Rotöl genannt) können individueller eingesetzt werden, da du sie spezifisch - je nach "Beschwerdebild" - verwenden kannst.

 

Mazerate können sowohl als Basis für verschiedene Naturkosmetik verwendet werden, genauso aber auch als Grundlage für Seifen und Körperöle.

 

Im Idealfall weisst du vorher schon, was du im Anschluss mit ihnen machen möchtest, demnach kannst du auch das Basisöl (das Öl in dem ausgezogen werden soll) verwenden.

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KOKOSÖL: eignet sich besonders gut für sämtliche Naturkosmetik und auch Seifen. Es hat die Eigenschaft in Cremen gut zu spreiten (sich gut verteilen zu lassen), einen angenehm kühlenden Effekt zu vermitteln und auch schnell einzuziehen. Ausserdem nimmt das helle Öl auch gut die Farbe der Kräuter an. z.B. ein Kokosöl-Mazerat mit Karotten wird wunderbar orange, Vogelmiere ergiebt ein zauberhaftes apfelgrün ...

Du kannst wählen zwischen naturbelassener (riecht nach Urlaub und Kokos) oder desodorierter (geruchsneutraler) Qualität. Für ein duftendes Blütenöl eignen sich die geruchsneutralen Qualitäten besser, als ein Öl, das von sich aus schon einen starken Geruch mitbringt.

Beachte aber bitte, dass Kokosöl bei Zimmertemperatur eigentlich fest ist. Das heißt, wenn du nun einen Kaltauszug machst, ist das Kokosöl tagsüber (in der Sonne) bestimmt flüssig und wird in der Nacht wieder fest. Vom Gefühl her, ist das nicht besonders gut für das Öl und damit die Qualität nicht darunter leidet, mache ich mit Kokosöl eigentlich immer einen Warmauszug. (die einzelnen Auszugsverfahren werden weiter unten noch im Detail beschrieben)

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OLIVENÖL: ist ein wärmendes Öl und es bietet sich an, es vorwiegend für "Fettcremen und Wundbalsame" (also wo zusätzlich keine Wasserphase gerührt wird) zu verwenden. ->z.B. Ringelblumenöl, Johannsikrautöl, Thymianöl ...

 

Auch Massageöle auf Basis von Olivenöl sind ein Hauptanwendungsgebiet, da Olivenöl (aufgrund seines hohen Ölsäureanteils) nicht so schnell in die Haut einzieht. Dieser Effekt wird in der Gesichtscreme wieder weniger geschätzt, daher zumindest 1:1 mit einem anderen Öl - z.B. Jojobaöl - mischen. Bei sehr trockener Haut können auch Olivenölmazerate als Grundlage verwendet werden. Bei meiner Fußcreme (siehe auch Rezept "Flip-Flop-taugliche Fußcreme) verwende ich gerne als Basis Olivenölmazerate, da ich diese wundheilende Eigenschaft hier besonders schätze.

Als Basis für Fußcremen würden sich Kräuter wie z.B. Beinwellwurzel, Schafgarbe, Ringelblume oder auch Breitwegerich - bei kalten Füßen auch Beifuß hervorragend eignen.

Steinklee (Melilotus officinalis) - bei Venenschwäche oder zur Anregung des Lymphflusses. Ein Steinklee-Mazerat könntest du auch als Zugabe beim Venen-Gel verwenden. Da bei diesem Rezept ein hoher Anteil an Rosskastanien-Extrakt dabei ist (Auszug in Alkohol kann die Haut austrocknen) empfehle ich als pflegende und rückfettende Zutat, ein Öl dazu zu mischen. -> hierfür kannst du ebenfalls alles selbst angesetzten Mazerate verwenden.

 

Eigentlich können mit allen Ölen, die relativ licht- und temperaturstabil sind MAZERATE hergestellt werden. z.B. auch mit Sonnenblumenöl, Jojobaöl, Sesamöl oder Rapsöl.

Achte hierbei darauf, dass du eine gute - wenn möglich biologische - Qualität erhältst.

 

Sesamöl ist ebenfalls ein "wärmendes" Öl (wie auch Olivenöl) und eignet sich besonders gut für Fußmassagen, auch bei kalten Füßen.

 

Wärmende Öle verwende ich auch gerne für Mazerate für "Brust-Balsame". Kräuter die sich hier besonders gut eignen wären z.B. Thymian, Lungenkraut, Huflattich, Gänseblümchen, Frauenmantel, Schafgarbe ... Speziell bei Kleinkindern ist die Einreibung mit einem Thymian-Mazerat sehr wertvoll. Da ist eine Beigabe von ätherischen Ölen noch gar nicht notwendig.

 

In Verbindung mit einem warmen Wickel können sie hier ihre Wirkung voll entfalten. Auch zu einem Husten-Balsam habe ich euch ein Rezept online gestellt. REZEPT HUSTEN-BALSAM

Alle Mazerate kannst du zusätzlich auch mit ätherischen Ölen anreichern. Vorschläge für verschiedene Mischungen findest du hier: Ätherische Öle bei Erkältungen

 

Wenn du Speiseöle für deine Mazerate (also alle mit Ausnahme des Jojobaöls = flüssiges Wachs), kannst du diese auch INNERLICH EINNEHMEN. Ob als Nahrungsergänzung oder einfach als Salatöl, bleibt dir dabei selbst überlassen. :-)

 

Herstellung von Mazeraten = Ölauszügen:

Die Pflanzen werden dazu entweder im Kalt- oder Warmauszug angesetzt und über ein paar Tage im Wasserbad erwärmt oder einfach an der warmen Fensterbank stehen gelassen. Es ist dabei darauf zu achten, dass regelmäßig das Pflanzengut im Glas bewegt wird (umrühren), damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

 

Bitte achte auch darauf, dass du die ersten paar Tage das Ölglas NICHT verschließt, damit sich kein Kondenswasser bildet (mit einem Stofftuch oder Küchenrolle abdecken reicht)
Wurzeln ziehe ich eigentlich nur im WARM-Verfahren aus, da sie es gerne etwas wärmer haben.

 

Sinnvoll ist es auch, die Kräuter und Blüten, bevor du sie mit Öl übergießt, im Schatten etwas antrocknen zu lassen. Damit kannst du etwaiger Schimmelbildung auch vorbeugen.

 

TIPP: RINGELBLUMEN-ÖL:

Da ich die Blütenblätter der Ringelblumen gerne trockne für Seifen (es sind nämlich die einzigen Blüten, die auch im Seifenleim nicht braun werden) oder auch in einer Teemischung machen sie sich sehr gut, bleiben dann die grönen Köpfchen übrig. Auch diese kannst du - bevorzugt im Warmauszug - ausziehen. Alle Korbblütler haben die Eigenschaft viel Wasser im Blütenkopf zu speichern, darum ist auch aus diesem Grund ein Warmauszug empfehlenswert. Spannend ist, dass auch die grünen Ringelblumen-Köpfchen das Öl gelb färben :-)

Beim KALTAUSZUG wird keine Wärme von außen zugeführt - der Auszug erfolgt an der Fensterbank bzw. in der direkten Sonne (z.B. Johanniskrautöl)

 

Achte darauf, dass die Kräuter gut abgetrocknet sind (wie schon oben erwähnt - am Bild Gänseblümchen beim Antrocknen) und auch darauf, dass du regelmässig umrührst. Wenn du das Glas nur schüttelst, besteht die Gefahr, dass sich Pflanzenteile an der Deckelinnenseite ansammeln, die dann verkeimen und zu schimmeln beginnen können. Ich sprühe meinen Teigspatel oder Glasrührstab immer vorher mit Alkohol ab, damit ich nicht selbst das Mazerat verunreinige.

 

TIPP: zum Abfiltern. Nimm eine alte Stoffwindel oder Stofftaschentuch. Filtertüten können leicht reißen und dann können wiederum verbleibende Pflanzenteile im Mazerat zu Schimmelbildung führen.

 

Das Ausdrücken des Pflanzenguts bitte unbedingt NUR in einem extra Gefäß, also nicht direkt zur gesamten Masse. Bitte nur abtropfen lassen.

Wenn du nun das Pflanzengut "auswringen möchtest", dann nimm ein extra Gefäß dafür her. Du wirst sehen, dass hier auch noch Pflanzensaft ausgedruckt wird und genau dieser macht dein Mazerat sonst anfällig für Schimmelbildung. Die ausgedrückte Kostbarkeit kannst du sofort verwenden, zur Einreibung, für den Salat oder für ein feines Kräuter-Öl-Bad.

Das Mazerat wird anschließend in dunkle Flaschen abgefüllt und KELLERKALT gestellt. Kühlschrank ist im Normalfall nicht notwendig.

 

Ein WARMAUSZUG = erfolgt immer im WASSERBAD. Bitte stelle nie den Topf mit Öl und den Kräutern direkt auf die Feuerstelle. Es geschieht so schnell, dass das Öl zu heiß wird und es leidet nicht nur das Pflanzenöl darunter, sondern auch die Kräuter (werden frittiert).

 

Dauer: 1-2 Stunden bis 2-3 Tage. Je nach Lust und Dringlichkeit. Ich erwärme das Wasser mehrmals und lasse den Topf mit dem Wasserbad dann auf der warmen Herdplatte stehen. Wenn das Wasserbad kurz vor dem Siedepunkt ist schalte ich aus. Öfter umrühren und sich daran erfreuen :-)

 

In manchen Büchern liest man den Auszug in Schweineschmalz. Du kannst sämtliche Auszüge, die mit Schweineschmalz in Rezepten stehen auch durch einen Ölauszug in Pflanzenöl ersetzen. Wenn du aber gerne auch heute Schweineschmalz verwenden möchtest, erkundige dich bitte nach einer seriösen Quelle. Früher wurden die Schweine im eigenen Haus & Hof aufgezogen und durchgefüttert, das ist leider heute nur mehr sehr selten der Fall.

 

Siehe auch Tipp zum Abfiltern unter "Kaltauszug"!

 

 

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Krönelinchen (Donnerstag, 21 Juli 2016 16:01)

    Vielen Dank für die erstklassige Beschreibung!

  • #2

    Doris Schlögel (Montag, 13 Februar 2017 20:57)

    Super toll erklärt