Rezept #3

SONNENSCHUTZ-LOTION LSF15

Lust auf Sonnencreme?

Das Rühren von funktionierender Sonnenkosmetik gehört tatsächlich zu den etwas aufwändigeren Dingen. Manche bezeichnen es sogar als die Königsdisziplin in der DIY-Rührküche.

 

Mineralische Sonnenfilter

In der DIY-Rührküche verwenden wir großteils mineralische Sonnenschutz-Filter, wie Zinkoxid oder Titandioxid. Wir führen seit heuer das Produkt SunZinc. Es handelt sich hier um besonders feines, unbeschichtetes Zinkoxid mit einer Partikelgröße > 100 nm, - es ist also NANO-FREI.

 

Im übrigens müssen NANO-PARTIKEL in der INCI-Liste als solche ausgewiesen werden.

 

Zudem enthält es aufgrund eines speziellen Produktionsprozesses sehr homogene Teilchen sowie eine enge Korngrößenverteilung, was wiederum zu einer guten Transparenz in kosmetischen Formulierungen führt. Das heißt, den Weißel-Effekt, den wir von Sonnenschutz-Produkten mit mineralischen Filtern sonst kennen, ist bei der Verwendung von Sun-Zinc weniger ausgeprägt.

 

1 % SunZinc ergibt übrigens einen Lichtschutzfaktor (LSF) von 1 bis max. 1,5. Der maximal erreichbare LSF beträgt 30. 

 

 

 

Wie ist das mit dem Lichtschutzfaktor?

Die individuelle Eigenschutzzeit mal den verwendeten Lichtschutzfaktor ergibt die theoretische Länge, die man in der Sonne verbringen kann. Diese maximale Schutzzeit sollte aber keinesfalls in vollem Umfang ausgeschöpft werden. Als sinnvoller Richtwert gilt, dass nur gut die Hälfte (ca. 60%) dieser Zeit "ausgenutzt" werden sollte.

 

Ein erneutes Eincremen verlängert den Schutz klarerweise nicht, - ist jedoch zwischendurch unbedingt immer wieder einmal notwendig. Durch Schwitzen, Plantschen im Wasser, Abrieb durch Kleidung (...) verringert sich die Wirkung einer Sonnenschutzcreme natürlich über den Tag.

 

Der LSF muss natürlich individuell ausgesucht werden. "Umso höher, desto besser!" - ist dabei jedoch nicht automatisch immer richtig. Ein ansteigender LSF erhöht den Schutz nämlich nicht linear. Das heißt, bei einem LSF von 15 werden beispielsweise 93,3 % der UV-B-Strahlen absorbiert. Bei einem LSF von 30 sind es 96,70 %. Wählt man LSF 50 werden 98 % abgeblockt. Man sieht hier deutlich, dass der jeweilige Unterschied der abgeblockten Strahlung relativ "gering" ist. 

 

Sonnenschutz-Lotion herstellen

Wie eingangs erwähnt, sollte die Herstellung von Sonnenschutz-Produkten gewissenhaft durchgeführt werden und setzt etwas Erfahrung im Herstellen von Emulsionen voraus. Die Herausforderung liegt darin, die mineralischen Sonnenschutzfilter gleichmäßig im Produkt zu verteilen. Ist dies nämlich nicht der Fall, kann es sein, dass der Filter beim Auftrag auf die Haut nicht überall hinkommt. - Und das bedeutet wiederum Sonnenbrand an genau diesen Stellen.

 

Wichtig ist also, dass das SunZinc wirklich gut in der Fettphase dispergiert wird, hochtourig emulgiert wird und hochspreitende Öle bzw. Substanzen (zB. Kokosöl, Squalan) verwendet werden. Zudem greifen wir zu Zitronensäureester, - es fungiert hier als eine Art Dispergierhilfe für das SunZinc bzw. als Spreithilfsmittel für unsere Sonnenschutz-Formulierung. Seidenpulver hat eine zusätzliche UV-reflektierende Wirkung.

 

Wichtig ist auch, dass Zinkoxid basisch ist. Man braucht also einen Konservierer, der im basischen Bereich arbeitet (zB. Biokons). Der pH-Wert muss zwischen 7,2 und 7,8 eingestellt werden, damit das SunZinc im Produkt stabil bleibt.

 

In diesem Sinne, ran an die Rührgläser und einfach ausprobieren. :-)

 

PS. Es wird demnächst unter den neuen Rezepten auch einen Sun-Stick geben. Der ist in der Herstellung super einfach und aufgrund seiner kompakten Größe praktisch für unterwegs.

 


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Rezept 3_Sonnenschutz-Lotion mit Sun-Zin
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